immer mehr frage ich mich, ob diese Aussage alleine noch zeitgemäß ist…

Weshalb:
Bei einem Workshop zum Thema „ Kundenbegeisterung/Serviceoffensive“  rebellierten junge Teilnehmer nahezu als ältere Kollegen bei der Fragestellung „was ist Kundenbegeisterung“ die Aussage „Der Kunde ist immer der König„ auf eine Moderationskarte geschrieben hatten.

Auf meine Frage, was dieses so starke negative Gefühl bei Ihnen verursache, teilten mir die Teilnehmer mit, dass Sie sich durch diese Botschaft disqualifiziert – ja sogar unterwürfig fühlen.
Sie seien ja keine Dienstboten oder gar Mägde, sie wollten nicht immer nur höflich sein und lächeln, wo es nichts zu lächeln gibt….
Ihrer Meinung nach sei die Haltung „ der Kunde ist König“ eher aus dem Mittelalter.
Womit sie nicht ganz Unrecht haben. So nannte eine Teilnehmerin gleich ein weiteres Zitat:

Der Kunde ist König und die Monarchie zwischenzeitlich abgeschafft…

In der folgenden Diskussion machten die Teilnehmer deutlich, sie  würden die Kunden selbstverständlich mit Freundlichkeit und Respekt behandeln und wollen mit dem Kunden auch auf Augenhöhe agieren/verhandeln/sprechen – das sei für Sie Service am Kunden.

Sie wollen sich aber auch nicht erniedrigen lassen – getreu dem Motto „ Ober sticht Unter“
Ein weiterer Teilnehmer ergänzte wie wichtig es für ihn ist die Haltung „ ich bin ok und der Kunde ist ok“ einzunehmen.
Auch bei Beschwerden ginge es ihr immer darum nicht als Person angegriffen zu werden, sondern fair nach einer Lösung zu schauen.
Diese Diskussion zeigte mir (wieder) auf, dass es häufig nicht um das Was geht, sondern vielmehr um das Warum –
Es geht wohl  nur darum: Die Haltung „Dienen um zu verdienen“ neu oder anders zu denken, zu definieren  und Antworten auf „warum das Ganze“ zu vermitteln…

Sprich: Warum macht es Sinn auf eine positive Servicekultur/Dienstleistung  zu setzen – was gewinnt der Kunde, das Unternehmen  und!!! der Mitarbeiter dadurch.
denn: wer „dient“ gestaltet und sichert diese und seine Zukunft.

Mögliche Diskussionsfragen könnten ggfs. sein:

Was steckt hinter der Haltung über die „Wertschätzung zur Wertschöpfung“ ganz genau.
denn: wer „dient“ schafft Werte – die Frage ist somit: was macht es für uns alle wertvoll
Was begeistert die Kunden und stellt sie nicht nur zufrieden –  oder wie wichtig ist es einzigartig für die Kunden zu sein und mit welchen kleinen, echten Gesten kann das der Mitarbeiter/in erzielen – eben mit Stil, stimmig und echt

denn: wer „dient“ gestaltet Zukunft und bringt sich somit selbst weiter

Mittlerweile ist die Dienstleistung am Kunden eher Beziehungsmanagement –
Die Art wie wir dem Kunden die Dienstleistung überbringen und vor allem mit welcher Einstellung ist der Schlüssel für Erfolg.
„Wir können nicht nicht kommunizieren“ so die Botschaft von Watzlawick  – deshalb ist Service am Kunden und Kommunikation nicht mehr trennbar.

Das Was und das Wie entscheidet…

Wir können auch nicht nicht wirken – deshalb ist es wichtig mit dem Kunden auf Augenhöhe zu agieren, als Partner eben und ihn nicht nur zufriedenzustellen, sondern ihn zu begeistern.
AAAAA – angenehm anders als alle andere …..

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